Airbnb stellt seinen Maßnahmenplan für Österreich vor

  • Airbnb nimmt Unterkünfte in Wiener Gemeindebau von der Plattform
  • Fünf Maßnahmen um den verantwortungsvollen Tourismus in Österreich zu fördern
  • Airbnb nimmt Unterkünfte in Wiener Gemeindebau von der Plattform
  • Fünf Maßnahmen um den verantwortungsvollen Tourismus in Österreich zu fördern

Airbnb teilt das Ziel der Stadt Wien, Wohnraum – insbesondere im Gemeindebau – zu schützen und nimmt daher im Rahmen einer freiwilligen Initiative Angebote im Gemeindebau von der Plattform. Diese Maßnahme von Airbnb ist Teil eines 5-Schritte Programms, das das Unternehmen kürzlich politischen Entscheidungsträgern vorgestellt hat, um gemeinsam an einer verantwortungsvollen Rückkehr des Tourismus in Österreich zu arbeiten. Airbnb unterstützt dabei eine faire und zukunftsorientierte Regulierung für die Kurzzeitvermietung.

Die Pandemie hat unser Reiseverhalten verändert und es findet ein Umdenken statt. Das ist unsere gemeinsame Chance, einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus in Österreich zu stärken und die Branche zukunftsfähig zu machen. Dafür braucht es Offenheit für innovative Ideen, eine Zusammenarbeit aller  Akteur:innen der Tourismusbranche sowie verlässliche und faire regulative Rahmenbedingungen.

Ellen Madeker, Head of Public Policy DACH, CEE & Russland bei Airbnb

Airbnb kündigt deshalb heute fünf Maßnahmen an, um den verantwortungsvollen Tourismus in Österreich zu fördern: 

  • Unterstützung für die Einführung eines bundesweiten, digitalen Registrierungsverfahrens für Gastgeber:innen, wie es bereits erfolgreich in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Portugal, Spanien oder Griechenland mit Unterstützung von Plattformen wie Airbnb umgesetzt wird. 
  • Teilen von Kennzahlen und Steuerdaten zur Verbesserung der Transparenz: Airbnb veröffentlicht künftig in Kooperation mit der EU-Kommission regelmäßig Kennzahlen über die Airbnb-Community in österreichischen Städten. Zudem teilt Airbnb in Österreich bereits seit Januar 2021 regelmäßig umfassende Steuerdaten mit dem Bundesministerium für Finanzen. 
  • Eine Nachbarschafts-Support-Line für Österreich sowie Partyverbot: Falls es nebenan mal zu laut werden sollte, ist Airbnb in ganz Österreich über eine neue Nachbarschafts-Support-Line telefonisch erreichbar. Zudem hat Airbnb aktuell ein weltweites Partyverbot – lautes Feiern in einer Unterkunft auf Airbnb ist nicht erlaubt. 
  • Wohnraumschutz unterstützen: Airbnb hat sich dazu entschlossen, Angebote im Gemeindebau auf Grundlage einer von der Wiener Wohnen bereitgestellten Liste freiwillig von der Plattform zu nehmen, sofern Gastgeber nicht erklären, dass sich die Unterkunft nicht in einem Gemeindebau befindet oder kein wirksames Untermietverbot besteht. Weiter informiert Airbnb alle Wiener Gastgeber:innen regelmäßig darüber, dass Unterkünfte im Wiener Gemeindebau im Falle eines wirksamen Untermietverbotes nicht auf Airbnb angeboten werden sollen. Zudem erneuert Airbnb sein Angebot an die Stadt Wien, Inserate im Gemeindebau von der Plattform zu nehmen, sofern Airbnb ein Verstoß gegen ein wirksames Untermietverbot gemeldet wird. Um dies für die Stadt so einfach wie möglich zu machen, möchte Airbnb der Stadt Wien als erstem Partner in Österreich Zugang zum Airbnb-Städte-Portal gewähren. Über das Portal können städtische Behörden Airbnb direkt und einfach über problematische Inserate informieren, so dass Airbnb entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.
  • Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen für verantwortungsvolles Reisen: Airbnb kooperiert mit österreichischen Organisationen wie Zero Waste Austria, um gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit beim Reisen zu sorgen. Im Rahmen der Initiative “Landleben auf Airbnb” arbeitet das Unternehmen mit Bauernhöfen aus ganz Österreich zusammen, um das Reisen im ländlichen Raum zu fördern. Im Shop-Local-Guide für Wien empfiehlt Airbnb Gästen der Stadt Wien Geschäfte und ausgewählte Restaurants vom 4. bis zum 12. Bezirk, um die lokale Wirtschaft gezielt zu stärken. Eine Studie von Eco Austria aus dem Jahr 2019 hat ergeben, dass die auf Airbnb buchenden Gäste mit durchschnittlich 122 Euro pro Tag mehr für Gastronomie, Einzelhandel oder Kultur ausgeben als durchschnittliche Touristen in Österreich mit 80 Euro in der Sommersaison und 98 Euro in der Wintersaison.

Durch die Pandemie entdecken die Österreicher:innen ihr eigenes Land neu und reisen vor allem innerhalb Österreichs und für längere Aufenthalte. In Österreich werden auf Airbnb seit der Aufhebung der Reisebeschränkungen in 2021 die meisten Nächtigungen in einem Umkreis von 482 km um den Wohnort gebucht (vor Stornierungen und Änderungen, Stand: Mai 2021). Klassische Ferienwohnungen sowie die moderne Privatzimmervermietung – das Homesharing – sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Übernachtungsangebots von Wien bis Vorarlberg. Dabei sind in 2021 vor allem außergewöhnliche Unterkünfte in ländlichen Regionen besonders beliebt: Hütten und Baumhäuser führen fast ausschließlich die Top 5 der Wunschlisten für Unterkünfte auf Airbnb in Österreich an (Stand: Mai 2021). Doch auch die Städte in Österreich haben wunderbare Reiseerlebnisse zu bieten und werden daher vermutlich künftig wieder stärker nachgefragt. Jetzt, da der Fortschritt der Impfkampagne Hoffnung auf ein dauerhaftes Comeback des Reisens macht, gilt es in enger Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren die Weichen dafür zu stellen, dass sich der Tourismus im Land baldmöglichst erholt sowie zukunftsfähig und nachhaltig aufstellt.